Azubis ohne Grenzen

Wie verdienen eigentlich französische Bäcker ihre Brötchen? Finde es heraus und verbringe einen Teil deiner Ausbildung im Ausland! Wir zeigen dir, wie’s geht.

Du kannst insgesamt ein Viertel deiner Ausbildungszeit im Ausland verbringen. Das sind bei einer dreijährigen Ausbildung neun Monate. Falls dir das zu lang sein sollte, kannst du deinen Verbleib auch verkürzen. Du musst deinen Auslandsaufenthalt nämlich nicht am Stück absolvieren, sondern kannst ihn in verschiedene Blöcke aufsplitten. Wichtig ist, dass du alles gut mit deinem Chef und deiner Berufsschule abklärst – sie müssen deinen Auslandsverbleib absegnen. Hintergrund ist der, dass du im ausländischen Betrieb die Sachen lernen musst, die du auch im deutschen Betrieb lernst. Theoretische Inhalte kannst du in Absprache mit deiner Berufsschule nachholen.

Stellenbörsen im Netz

Du hast das Go von deinem Chef bekommen? Herzlichen Glückwunsch! Jetzt fehlt nur noch der richtige Betrieb in deinem Wunschland. Fündig wirst du unter anderem auf der Seite der Informations- und Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte der beruflichen Bildung (ibs) oder auch bei Berufsbildung ohne Grenzen. Dort findest du nicht nur weitere Informationen rund um das Thema Ausbildung im Ausland, sondern auch Stellenbörsen für internationale Betriebe.

Taschengeld mit Förderung

Jetzt fehlt nur noch das nötige Kleingeld im Gepäck. Anreise, Unterkunft und eventuelle Ausflüge können nämlich ordentlich ins Geld gehen. Dein Taschengeld kannst du aber mit verschiedenen Förderprogrammen aufbessern: Das Erasmus+ Programm für Auszubildende fördert dich zum Beispiel mit einem monatlichen Betrag. Auch das Bafög kannst du mit ins Ausland nehmen. Dort bekommst du unter anderem einen Reise- und Lebenskostenzuschlag. Behalte jedoch im Kopf, dass du die Hälfte deines Bafögs zurückzahlen musst.

Auf den Geschmack gekommen? Gut, denn der Blick über den beruflichen Tellerrand zeigt dir, wie dein Job in anderen Ländern ausgeübt wird – sei es der französische Bäcker, italienische Koch oder irische Handwerker. Und mit ein bisschen Engagement und Tatendrang ist es gar nicht mal so schwer, sich die begehrte Stelle im Ausland zu angeln.