Onkologische Kosmetik: Mit diesem Beruf hilfst du krebskranken Menschen

©iStock/ fizkes/ 1290335547, In der onkologischen Kosmetik hilfst du Menschen, geschädigte Haut zu pflegen und Selbstbewusstsein aufzubauen.

Du bist ein Ass im Schminken? Dann kannst du dein Talent nutzen, um das Leben von an Krebs erkrankten Menschen ein bisschen schöner zu machen. Als onkologische Kosmetikerin oder als onkologischer Kosmetiker kannst du ihnen helfen, sich wieder wohler in ihrer Haut zu fühlen. Das brauchst du für den Beruf.

Deine Aufgaben in der onkologischen Kosmetik sind vielfältig: Mit der richtigen Pflege schaffst du es, die von Strahlen geschädigte Haut deiner Kundinnen und Kunden zu beruhigen. Verlorene Härchen im Gesicht und fahle Haut frischst du ganz einfach mit Make-Up-Kniffen auf. Und natürlich hast du auch ein offenes Ohr für die Menschen, die du behandelst. Klar, Krebs kannst du damit nicht heilen. Aber du kannst Menschen so für einen kurzen Moment von der schweren Therapie ablenken und ihnen helfen, sich wieder ein bisschen mehr wie sich selbst zu fühlen. Ein schöner Gedanke, oder?

Das musst du mitbringen

Die onkologische Kosmetik ist eine Weiterbildung. Du musst also bereits eine Ausbildung, im Idealfall natürlich im kosmetischen Bereich, mitbringen. Bevor es nämlich an die anspruchsvolle Behandlung von Krebspatientinnen und -patienten geht, musst du dein Handwerk aus dem absoluten Effeff beherrschen. Die richtige Reinigung und Pflege von Haut, modische Stylings und wohltuende Gesichtsmassagen sind für dich also bereits feste Routine. Du kennst die Bedürfnisse verschiedener Hauttypen und auch in der Beratung von Kundinnen und Kunden hast du bereits viel Erfahrung gesammelt. Hast du drauf? Dann steht deiner Weiterbildung als onkologische Kosmetikerin oder onkologischer Kosmetiker nichts im Wege.

So wirst du onkologische Kosmetikerin oder onkologischer Kosmetiker

Ganz besonders wichtig: Du solltest sehr emphatisch sein, gut zuhören und Menschen Raum geben können. Schließlich arbeitest du mit Menschen zusammen, die häufig eine schwerwiegende und lange Behandlung hinter sich haben. Manchmal wissen sie sogar, dass sie an der Krankheit sterben werden. Sei dir dessen bewusst, denn damit musst du bei der Arbeit natürlich klarkommen. Zusätzlich braucht es eine Menge an Können und Wissen im medizinischen Bereich. Ein kleiner Hang zu Gesundheitsthemen kann in dem Fall nicht schaden. Denn: Eine von Strahlen geschädigte Haut ist sehr empfindlich und häufig stark strapaziert. Sie braucht also eine ganz besondere Pflege. Und genau dort setzt die Weiterbildung der onkologischen Kosmetik an. Du lernst, wie sich Strahlen- und Chemotherapie auf die Haut auswirken, erfährst mehr über die speziellen Behandlungsmöglichkeiten und Hygienevorschriften. Und du lernst natürlich auch eine Menge über die Krankheit Krebs, denn so weißt du besser, welchen Weg deine Kundinnen und Kunden hinter sich haben und was sie wohl am besten brauchen.

Hast du die Weiterbildung abgeschlossen, kannst du dich in deinem eigenen Kosmetikstudio selbstständig machen. Du kannst aber auch in Krankenhäusern arbeiten und dich dort um das Wohlergehen der Patientinnen und Patienten in der Hautpflege kümmern.