© jackfrog/ AdobeStock/ Junge frau kauft im Unverpackt-Laden ein.

Die Abfallmenge bei uns in Deutschland ist durchschnittlich höher, als in anderen EU-Staaten.

Das kommt nicht von ungefähr, denn der Onlinehandel, Essen to-go und die bunten Plastikverpackungen sorgen für massenweise Müll und schaden somit nachweislich der Umwelt. Auch die genutzten Weichmacher in den Plastikverpackungen können sich negativ auf deine Gesundheit auswirken. 

Wäre es da nicht toll, Verpackungen ganz einfach zu reduzieren? Der Trend „unverpackt“ versucht genau das. Statt alles doppelt und dreifach einzuwickeln oder in Einmalbehältnisse zu packen, bleiben unter anderem Lebensmittel so wie sie sind oder werden in wiederverwendbaren Aufbewahrungsmöglichkeiten transportiert. Wir geben dir Tipps, wie das ganz einfach funktionieren kann! 

Beim Einkauf fängt es an

Möchtest du Verpackungen einsparen, musst du da beginnen, wo sie zumeist herkommen: Bei deinem Einkauf! Manche Lebensmittel müssen nicht zusätzlich eingepackt werden oder lassen sich leicht in Jutebeuteln oder wiederverwendbaren Netzen verstauen – so z.B. Obst, Gemüse oder Backwaren. 

Glas und Papier lassen sich gut recyceln! Wenn es also unbedingt nötig ist, verpackte Lebensmittel zu kaufen, solltest du diese Materialien bevorzugen. Aber einen ganzen Kasten Wasser im Mehrwegglas schleppen? Steig einfach auf Leitungswasser um! Dieses wird hierzulande streng kontrolliert und schmeckt meist besser als gedacht. 

Eine coole, wenn auch nicht ganz günstige, Alternative sind Unverpackt-Läden. Mittlerweile gibt es davon mindestens 80 Stück, meist in größeren Städten. Dort kaufst du verpackungsfrei trockene Lebensmittel wie Nudeln, Mehl, Gewürze, Tee oder Müsli. Dafür bringst du entweder deine eigenen Behältnisse zum Wiederverwenden mit oder bekommst diese vor Ort. Flüssigkeiten wie Milch oder Öl werden lose aus Spendern abgefüllt. 

Auch online: Plastik reduzieren

Geschlossene Läden in der Corona-Pandemie oder auch einfach Bequemlichkeit und eine große Auswahl: Egal was der Grund für Onlinebestellungen sind, sie sorgen täglich für jede Menge Verpackungsmüll. Doch auch hier kannst du etwas tun! Kauf- und Tauschplattform sorgen dafür, dass du Kleidung second-hand von privaten Verkäufern erhältst. Der Versand erfolgt in der Regel mit geringstmöglichem Verpackungsaufwand. Wenn du ganz darauf verzichten möchtest, sprich dies doch einfach direkt bei deinem Kauf an.

Darüber hinaus gibt es mittlerweile immer mehr Onlinehändler, welche nicht nur nachhaltige und verpackungsfreie Dinge verkaufen, sondern diese auch auf diese Weise versenden. Solltest du also nicht auf das Onlineshopping verzichten wollen, bietet sich hier eine Alternative mit gutem Gewissen.

Überprüfe deinen Lebensstil

Ein großer Schritt ist bereits getan, wenn du beginnst, achtsamer mit Verpackungsmüll umzugehen. Überlege einmal: In welchen Bereichen deines täglichen Lebens könntest du noch stärker auf Plastemüll verzichten, wo fällt der meiste an? Sicher fallen dir viele gute Möglichkeiten ein, um diesen zu reduzieren. Schnell wird diese neue Lebensweise dann zu deiner Routine und kommt der Umwelt zugute.