©istock/pitchitstocker | Ein Schiffsmechaniker wartet eine Anlage an Bord.

Damit sich Kutter und Kahn sicher auf hoher See halten, braucht es viele Hände, die an Bord anpacken. Ganz besonders wichtig dabei: Mechanikerinnen und Mechaniker, die die Maschinen zuverlässig am Laufen halten. So steuerst du deine Ausbildung in der Schiffsmechanik an.

Als Schiffsmechaniker oder Schiffsmechanikerin kümmerst du dich um die Wartung und Instandhaltung von Maschinenteilen sowie um die Betriebsbereitschaft von Sicherheitseinrichtungen und Rettungsgeräten. Dafür brauchst du nicht nur ein gutes technisches Verständnis und ein genaues Auge für Fehlerquellen, sondern auch einiges an Kraft – Schiffsmaschinen sind häufig sehr groß, schwer und wuchtig. Dein Know-how kannst du unter anderem in Reedereien, Hafen- oder Schiffbaubetriebsanlagen, aber vor allem auch im Güter- und Passagierverkehr zum Besten geben. Dementsprechend unterschiedlich können auch deine Arbeitsbedingungen als Schiffsmechanikerin oder Schiffsmechaniker sein. Auf hoher See kannst du zum Beispiel mehrere Wochen oder gar Monate auf dem Schiff unterwegs sein. Häufig wirst du dabei zu unterschiedlichen Tageszeiten arbeiten und dich in Schichten mit deinem Team abwechseln.

 

Voraussetzungen für die Ausbildung in der Schiffsmechanik

 

Dir liegen Technik und Schulfächer wie Physik, Mathe und Englisch? Dann erfüllst du bereits wichtige Voraussetzungen für die Ausbildung zum Schiffsmechaniker oder zur Schiffsmechanikerin. Zusätzlich muss ein Arzt oder eine Ärztin dir deine Seediensttauglichkeit bescheinigen. Die Ausbildung selbst erfolgt dual, du wechselst also blockweise zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieb. Bevor es aber an die Arbeit an den richtig großen Maschinen geht, übst du dich erst an handwerklichen Grundkenntnissen wie Metallbearbeitung und Instandsetzung sowie Umgang mit marinem Werkzeug wie Tauen oder Sicherheitsausrüstung. Nach drei Jahren darfst du dich dann staatlich anerkannter Facharbeiter oder staatlich anerkannte Facharbeiterin nennen.

 

Deine Karriere in der Schiffsmechanik

 

Nach bestandener Ausbildung kannst du weiterhin auf Seereisen für die reibungslose Funktion der Technik sorgen, du darfst aber auch beim Bau von neuen Schiffen, zum Beispiel in großen Reedereien, behilflichen sein. Du möchtest weiter hinaus? Du kannst dich nach abgeschlossener Ausbildung auch in einer Fachhochschule zum technischen oder nautischen Schiffsoffizier oder zur Schiffsoffizierin ausbilden lassen. So kannst du später die Leitung der Maschinenanlagen an Bord übernehmen.