Du entscheidest – Ausbildung oder Studium

Täglich triffst du in deinem Leben Entscheidungen. Manche sollten jedoch besonders gut überlegt sein – zum Beispiel, wenn es um deine Zukunft geht. Rückt dein Schulabschluss immer näher, dann stellst auch du dir die Frage: Studium oder Ausbildung?

Pro- & Contra-Liste

Wir lassen dich bei dieser weitreichenden Entscheidung nicht im Regen stehen. Mit unserer Pro- und Contra-Liste kannst du genau abwägen, ob du direkt in die Praxis einsteigst oder im Hörsaal erstmal die Theorie paukst.

Ausbildung

Für den direkten Jobeinstieg spricht, dass du gleich nach der Schule dein eigenes Geld verdienst – ein großer Pluspunkt, denn damit bist du unabhängiger und kannst dir vielleicht sogar eine eigene Wohnung leisten. Wenn du es kaum erwarten kannst, endlich durchzustarten, dann ist ein Ausbildungsbetrieb das Richtige für dich. Statt auf der Schulbank noch zwei Jahre für das Abitur zu lernen, kannst du hier zum Teil bereits nach deinem Haupt- oder Realschulabschluss anfangen. Mit dem Einstieg in die Praxis bist du vom ersten Tag mitten im Jobgeschehen und nimmst dir die Dinge via „Learning by doing“ an. Als Azubi beginnst du zwar ganz unten auf der Karriereleiter, dir stehen aber zahlreiche Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten offen.

Du solltest aber bedenken, dass mit der Ausbildung für dich nun wirklich der „Ernst des Lebens“ beginnt. Du hast viel mehr Pflichten und deine Ausbilder verlangen ein verantwortungsbewusstes Verhalten von dir. Das schließt auch ein, dass du mitunter arbeiten gehen musst, wenn deine Freunde nach der Schuleoder in den Ferien frei haben. Der Raum, um dich auszuprobieren und neue Interessen zu entdecken, ist eher begrenzt. Da es für dich noch viel zu lernen gibt, wirst du besonders zu Beginn deiner Ausbildung auch eher uninteressante Aufgaben oder Hilfsarbeiten erledigen müssen.

Studium

Dein Platz ist im Hörsaal, wenn du zwar schon die Richtung kennst, deinen genauen Weg aber noch ausloten möchtest. Projekte, Praktika und Auslandssemester helfen dir dabei und erweitern deinen Horizont, indem du ständig Neues kennen lernst. Ein Studium bietet dir, auch nach der Bologna-Reform mit Bachelor und Master, mehr Freiheiten als eine Ausbildung. So setzt du dir deine Schwerpunkte durch die Fächer- und Seminarwahl selbst. Außerhalb der Anwesenheitszeiten bleibt es dir überlassen, wann du dafür arbeitest und wann du Freizeit hast.

Aber vergiss nicht, dass diese Form des Lernens auch viel Organisation, Eigenkontrolle und Disziplin von dir verlangt. Unter diesen Bedingungen ist es gar nicht so leicht, sich immer wieder selbst zu motivieren und an einer Aufgabe dranzubleiben. Zudem verdienst du im Studium kein Geld, hast aber nicht zu unterschätzende Ausgaben für Studiengebühren und deinen Lebensunterhalt. Hast du nach den langen Jahren des Lernens dann deinen Abschluss in der Tasche, giltst du trotzdem als Berufseinsteiger und musst dich in deinen neuen Job erstmal einarbeiten. Wofür du dich letztendlich entscheidest, ist abhängig von deinem Charakter und deinen Interessen. Jeder hat seinen eigenen beruflichen Weg, du entscheidest über deinen!

Viel Erfolg bei deiner Entscheidung!