Von wegen altbacken – Digitales Handwerk auf dem Vormarsch

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In deiner Vorstellung stehen Handwerker immer noch mit Hammer und Nagel an der Werkbank? Das stimmt nur zum Teil, denn die Digitalisierung hat auch vor den traditionellen Berufen nicht Halt gemacht und sogar neue Berufsbilder geschaffen. Wir zeigen dir die moderne Seite des Handwerks!

Am PC entworfen – fürs Leben gemacht

Handwerk ist mitunter Millimeterarbeit – so zum Beispiel in Berufen wie Orthopädiemechaniker (m/w/d) oder Zahntechniker (m/w/d). Hier muss alles stimmen, damit die Prothese bzw. der Zahnersatz letztendlich passt. Dank computergestützter Messverfahren, welche die herkömmlichen Abdrücke aus Gips mittlerweile ergänzen, können die Produkte am Computer entworfen und optimal angepasst werden. Erst wenn das 3D-Modell stimmig ist, geht es an die präzise Handarbeit. Auch technische Systemplaner nutzen solche Programme, um Skizzen und Pläne für Projekte sowie Bauvorhaben zu erstellen.

Programmieren und reparieren

Das ist nicht nur etwas für Nerds: In vielen Elektronik- und Mechanikberufen gehört die Computersprache heute zum Alltag. Werkzeugmechaniker (m/w/d) programmieren computergesteuerte Schleifmaschinen, Mechatroniker (m/w/d) sogar komplette mechatronische Systeme. Ebenfalls mit der Programmiersprache auskennen muss sich das Berufsbild des Systemelektronikers (m/w/d), während die Informationselektroniker (m/w/d) bereits von Haus aus mit IT-Sicherheit, Betriebssystemen und der Wartung von EDV-Anlagen vertraut sind.

Kaufmännische Berufe im modernen Stil

Früher brauchte der Kaufmann Rechenschieber, Stift und Papier für seine Kalkulationen – heute gibt es unter anderem den Kaufmann für Büromanagement (m/w/d), der im Office den Durchblick hat. Dabei spielen der PC sowie die verschiedensten Programme, von der Textverarbeitung bis zur Statistik oder der jeweiligen Betriebssoftware, eine immense Rolle. Alle kaufmännischen Berufe haben diesen Wandel erlebt und dabei mitunter recht junge Zweige entwickelt: Wie die Ausbildung zum Medienkaufmann (m/w/d) Digital und Print, die es unter diesem Namen erst seit 13 Jahren gibt.

Du siehst also: Hinter die Fassade schauen lohnt sich! Denn in so manchem Handwerksberuf steckt eine moderne Seite.